Herbert Rauch
Er lernte im Tun
Herbert Rauch wurde am 28. Juli 1929 als zweites von sechs Kindern der Ludwina und des Jakob Rauch in Rankweil geboren. Nach der Pflichtschule arbeitete er als Zuschneider in der Taschnerei der Firma Alois Gorbach. 1955 wechselte er als Briefträger zur Post in Rankweil. Diesen Beruf übte Herbert Rauch 34 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1989 aus.
Das Fotografieren lernte er aus Büchern und durch fortwährendes Ausprobieren. Sichtlich imponiert haben ihm Edward Weston und Ansel Adams. Der Besuch von Ausstellungen brachte neue Inspiration. Sein Wissen, vor allem über das Entwickeln, Belichten und Ausarbeiten in der Dunkelkammer, gab er bereitwillig weiter.
Auswahl
Seine Radikalität sich selbst gegenüber half ihm mindestens so oft, wie sie ihm im Weg stand. Was nicht genügte, wurde verworfen. Seine Auswahl war gnadenlos. Von hundert Aufnahmen blieben oft nur zwei oder drei übrig. Aus: Der Briefträger in der Dunkelkammer
Manche sind Unikate: ein ausgearbeitetes Exemplar, das Negativ vernichtet.
Nachlass
Das Archiv Herbert Rauch wird von der Marktgemeinde Rankweil verwaltet und bearbeitet 40 Jahre dokumentierte Dorfgeschichte, der künstlerische Nachlass befindet sich im Familienbesitz und wird mit diesem Buch erstmals auszugsweise öffentlich gemacht.
Herbert Rauch verstarb nach kurzer Krankheit am 18. August 2012.
„Angefangen hat er schon früh, da waren wir noch gar nicht verheiratet. Es hat ihn einfach interessiert und er hat auch gleich selber entwickelt, in einer improvisierten Dunkelkammer. Gelernt hat er es durch Ausprobieren und aus ein paar Büchern. Lehrer hatte er keinen.“ Maria Rauch